fine art city scape Award

fine art city scape Award

fine art city scape Award

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon früher schreiben – aber besser spät als nie: Ich verkünde voller Stolz, dass ich mit meinen fine art city scape Fotos den internationalen VIPA Award gewonnen habe. Den Award, den ich gewonnen habe findest du hier.

Wie schon im vorherigen Beitrag über meine fine art Fotos beschrieben, habe ich den Corona – Lockdown genutzt, um die fine art Technik zu vertiefen. Vorkenntnisse hatte ich schon einige, allerdings hatte mir noch der Feinschliff gefehlt. Vor allem hinsichtlich der Bildbearbeitung gab es noch einiges zu lernen. Dafür war (so blöd das auch klingen mag) der Lockdown “wie geschaffen”. Anstatt Netflix gab es ausschließlich Photoshop, und so konnte ich die Corona – Pause nutzen, um mich nachhaltig weiterzubilden. Mein fine art Portfolio ist rasch gewachsen; ein fine art – Account wurde bei Instagram angelegt (fineart.exposures), und ich bekam überraschend viel positives Feedback auf meine fine art city scape Bilder. Das war natürlich ein großer Motivationsschub, und so arbeitete ich weiter an meiner “dunklen Kunst”.

Eines Tages bekam ich eine Nachricht, in der mir ein Follower empfahl, an einem internationalen Fotowettbewerb (VIPA) teilzunehmen. Die Aufgabe: Einreichen einer Bildserie (3-5 Fotos) innerhalb einer bestimmten Kategorie. Gleichzeitig sollten die Bilder in gewisser Weise einen Zusammenhang haben.

Also überlegte ich, ob ich das machen soll…und wenn ja, was ich einreichen soll. Im Endeffekt war der Reiz zu groß, am Wettbewerb teilzunehmen und eine Jury über meine Bilder urteilen zu lassen. Zumal Julia Anna Gospodarou – eine Fotografin, deren Arbeit ich schon lange verehre – in der Jury saß. Es war also gleichzeitig die große Chance, dass eines meiner großen Vorbilder über meine Fotos urteilt. Mit mehr oder weniger schlotternden Knien habe ich dann 5 Fotos in die Kategorie “city scape” eingereicht. Als Titel für die Serie wählte ich (oh wie treffend) “Lockdown – Lessons”.

Hier ist der kurze Text, den ich zu meiner fine art city scape Serie verfasst hatte:

I “used” the Corona-Pandemic (lockdown and -related restrictions) to learn more about fine art photography. After the lockdown I took many long walks to bring what I have learned to life. All of the submitted photos were taken within the past 12 months. Fortunately I was able to visit Lisbon in September (right before the next lockdown) where I took the MAAT-photo. In my work I try to incorporate and emphasize visual elements (such as lines, stairs, benches etc.) that are serving the main object. I use these elements to guide and lead the viewer’s eye in some cases. In many cases I reduce my main object to the core in order to show its character and charisma.

Meine Bildserie

Im folgenden stelle ich dir die Fotos (mit ein paar Gedanken und Anekdoten) vor, die ich als meine fine art city scape – Serie für den Wettbewerb eingereicht habe.

HIER findest Du alle Bilder für eine vergrößerte Ansicht.

MAAT – Lissabon

modern building with bridge in the backgroundIch habe nicht schlecht gestaunt, als ich endlich mit eigenen Augen das MAAT in Lissabon sah. Das MAAT ist das
Museum für zeitgenössische Kunst und Architektur und sieht schlichtweg umwerfend aus. Die Fassade ähnelt einem Schleier, der im Wind weht. Die reflektierenden Fliesen spiegeln das Wasser des Flusses Tejo und verleihen dem Gebäude Lebendigkeit. Als ich mein Stativ aufbaute, um ein Foto zu machen, kam leider sofort ein Sicherheitsbeamter auf mich zu und sagte, dass das Fotografieren mit Stativ vor dem Gebäude nicht erlaubt sei. Ich habe fast angefangen zu heulen. So lange hatte ich mich auf dieses Foto gefreut, und nun konnte ich es nicht so umsetzen wie geplant. Mir blieb also nichts anderes übrig, als ein Foto aus der Hand zu schießen und dieses dann hinterher als fine art Foto zu bearbeiten.

Hans-Otto Theater

modern building with curvy roof fine art black and white
Das Hans-Otto Theater in Potsdam hatte ich schon lange auf meiner fine art city scape – Liste.
An einem trüben Tag bin ich dann mal nach Potsdam gefahren, um dieses einzigartige Bauwerk zu fotografieren.
Eine solche Dachstruktur bekommt man nur selten zu sehen. Das Bearbeiten dieses Bildes hat riesengroßen Spaß gemacht, weil eben genau diese spezielle Dachform dadurch betont wird.

Tempodrom

tempodrom berlin fine art black and white
Das Tempodrom in Berlin hatte ich bis dato schon ein paar mal fotografiert. Allerdings hat mir irgendwie immer etwas daran gefehlt.
Als ich dann einmal dort war und ein Foto von den Treppenstufen mit Blick auf das Gebäude gemacht habe, ging mir ein Licht auf:
Durch das Verwenden der Treppenstufen als Linienführung hin zum Gebäude hatte ich ein tolles visuelles Element, das quasi dem Hauptakteur den Pass vors leere Tor zuspielte. Du weißt was ich meine…

 

Spielbank

sky scraper and lines on floor fine art black and white
Dieses Foto habe ich an der Spielbank in Berlin (neben dem Potsdamer Platz) geschossen. Eigentlich war ich auf dem Heimweg und hatte dieses Foto nicht geplant.
Dann dachte ich aber vor Ort, dass sich dieses Motiv in Kombination mit den Treppen / Stufen – Elementen ideal als fine art city scape Motiv eignen könnte.
Bis ich mit der Bearbeitung des Bildes fertig war, sind einige Tage vergangen. Der Aufwand hat sich aber meiner Meinung nach gelohnt 🙂

Tauentzien

skyscrapers with roof in front fine art black and white
Ich erinnere mich noch genau daran, als ich dieses Foto gemacht habe. Der Grund: Mein Stativ stand direkt auf dem Gehweg vor dem Eingang eines Kaufhauses.
Die Belichtungszeit war über 3 Minuten, und permanent wurde ich von den entsprechenden Leuten auf die entsprechende Art angesprochen. Was tut man nicht alles für ein gutes Foto. Anstelle von Streifen auf dem Boden habe ich die Abstufungen auf der Unterseite des Vordaches als harmonische Linienführung hervorgehoben.

So…das war’s zu dem Award und meiner Lieblingsbeschäftigung während des Corona – Lockdowns. Weitere fine art city scape Bilder werden zeitnah folgen.

Bis dahin alles Gute und danke für Dein Interesse,
Tobi

Fine Art Architektur Fotografie

Wie alles begann:

Es klingt absurd, aber im Endeffekt hat Corona bzw. der erste Lockdown dazu beigetragen, dass ich mit der sogenannten Fine Art Fotografie begonnen habe. Der Grund dafür ist relativ simpel: Während des Lockdowns hatte ich keinen einzigen Auftrag als Fotograf. Dennoch wollte ich mich mit Fotografie beschäftigen bzw. mich weiterbilden. Im Klartext: Statt Netflix sollte mir Photoshop während des Lockdowns viereckige Augen verpassen…

Den Plan, die Fine Art Fotografie zu forcieren, hatte ich schon vor dem Lockdown. Darum habe ich die letzten zwei Wochen, bevor man nicht mehr vor die Türe gehen sollte, damit verbracht, durch Berlin zu ziehen und sämtliche Gebäude zu fotografieren. Mein Gedanke: Ich brauche einen großen Vorrat an Bildern, die während des Lockdowns für meine Unterhaltung sorgen. In der Vergangenheit hatte ich schon mal hier und da versucht, Fine Art Fotos zu machen. Allerdings hatte ich nie die Zeit, mich allumfassend in diese neue Disziplin einzuarbeiten.

Warum eigentlich Fine Art Fotografie ?

Ich war schon lange fasziniert von Fine Art Fotos. Die Atmosphäre, die scheinbare Schwerelosigkeit und Reduktion auf das Wesentliche in manchen Bildern hatten eine große Anziehungskraft auf mich. Das Betrachten von Fine Art Fotos empfand ich irgendwie als entschleunigend.
Mein Traum war es, dass ich eines Tages selber solche Kunstwerke erschaffen kann. Aus diesem Traum bzw. dieser Wunschvorstellung wurde irgendwann eine Besessenheit, die mich nicht mehr losgelassen hat. Der Lockdown war quasi die perfekte Chance für mich das alles zu lernen.
Was den Begriff betrifft, findet man unter “Fine Art Fotografie” einige verwirrende Definitionen. Meine persönliche Definition: Es ist alles erlaubt, um die eigene künstlerische Vision umzusetzen.
Kunst ist Kunst – es gibt kein gut oder schlecht. Eher ein “gefällt mir” oder “gefällt mir nicht” – und das ist das Schöne daran. Für mich persönlich ist das Entwickeln meiner Fotos ein meditativer Prozess, bei dem ich mich komplett fallen lassen kann. Ich folge meiner Vision ohne Druck und genieße den Prozess jedes mal aufs Neue. Das gilt übrigens auch für das Fotografieren von Fine Art Fotos. Das Fotografieren ist viel bewusster. Manchmal sind die Verschlusszeiten 3 – 5 Minuten, und man ist quasi gezwungen, sich länger auf die Umgebung einzulassen. Das hat – besonders in unserer schnelllebigen Welt – therapeutischen Charakter.

Fine Art Bootcamp

Fine Art Fotografie ist unheimlich gehaltvoll. Damit meine ich nicht nur die vollendeten Kunstwerke, sondern den Prozess für das Erschaffen der Bilder. Das Fotografieren ist (in den meisten Fällen) anders im Vergleich zu meinen sonstigen Immobilienfotos, die ich für immobilienfotografen-berlin mache. Das Entwickeln der Fine Art Fotos ist ein ganz neues Universum, das man erst mal begreifen und umsetzen muss. Aber – wie gesagt – durch Corona und den Lockdown hatte ich plötzlich viel Zeit. Ebenso war mein Bestreben, dass ich nach dem Lockdown zurückblicke und sagen kann: “Irgendwie hat mir der Stillstand etwas gebracht”. Inzwischen ist fast ein Jahr vergangen, und ich blicke auf eine extrem lehrreiche Zeit zurück. Ich habe teilweise bis in die frühen Morgenstunden Bilder bearbeitet, neue Funktionen in Photoshop getestet und Workflows entwickelt, um hochwertige Resultate zu erzielen.
Ich möchte hier nicht auf alle technischen Details der Fine Art Fotografie eingehen, sondern den Fokus auf meine Bilder und die Geschichten dahinter beleuchten. Dennoch möchte ich erwähnen, dass ich inzwischen Fine Art Fotografie unterrichte. Solltest Du also Interesse an einem Kurs bei mir haben, kannst Du Dich HIER anmelden. Wie gesagt – es folgen nun ein paar Bilder (und in Zukunft weitere Beiträge, in denen ich meine fine art Bilder zeigen und ein paar Geschichten dahinter erzählen werde). Eine Sammlung meiner Fine Art Fotos findest Du HIER auf dieser Seite oder HIER auf meinem Fine Art – Instagram Profil.

Ba-Bääääm……der Lockdown kommt

Wie bereits weiter oben erwähnt: Ich wollte kurz vor dem ersten Lockdown genug brauchbare Bilder im Kasten haben, damit ich diese eigentlich bekloppte Zeit produktiv nutzen kann. Ich hatte bereits ein paar Landmarks im Hinterkopf, die da lauteten: Shell Haus, Tempodrom und Siegessäule in Berlin.
Hier muss ich kurz folgendes anmerken: Durch die Suche nach geeigneten Fine Art Foto – Motiven in und um Berlin herum habe ich Berlin viel besser kennengelernt. Ich bin dadurch in Gegenden gegangen, die ich davor noch nicht kannte, und gleichzeitig hat sich mein Schrittzähler gefreut, da ich immer versuche, den größten Teil meiner Exkursionen zu Fuß zu erledigen.

Das Shell Haus

Das Shell Haus ist wegen seinem klassischen Bauhaus-Stil eine (in meinen Augen) zeitlose Schönheit. Das Gebäude hat viele verschiedene Gesichter und kann – je nach Perspektive – komplett anders aussehen.

Berlin als fine art Bild in schwarz weissSteht man am östlichen Ende des Hauses und Blickt in Richtung Westen, dann sieht das Shell Haus aus wie getrennte Blöcke. Irgendwie hat das auch was von “ungeordneten Orgelpfeifen” …aber sexy !!!
Wenn ich Fine Art Fotos mache, dann sehe ich mir das Gebäude – wenn möglich – von allen Seiten an. Das Shell Haus ist ein gutes Beispiel dafür, warum sich das lohnt. Übrigens ist Google Street View Dein bester Freund, wenn es darum geht, ein Fine Art Shooting vorzubereiten. Oftmals kann man schon quasi vom heimischen Sofa aus attraktive Blickwinkel ausmachen, die es dann festzuhalten gilt.

 

 

 

 

Berlin als fine art Bild in schwarz weissEin ganz anderes Bild bietet sich, wenn man in einem bestimmten Winkel auf die Fassade blickt (und das Bild entsprechend bearbeitet). Wie Wellen wölben sich die Elemente des Hauses und sehen aus wie eine dynamisch, weiche Masse im Fluss. Keinesfalls starr, sondern vielmehr federleicht und spielerisch. Jedenfalls wirkt das so auf mich. Mein Hauptaugenmerk beim Bearbeiten dieses Bildes war – wie unschwer zu erkennen – die Betonung der Dynamik und des verspielten Charakters. Schon hier sieht man im Vergleich zum oberen Bild, dass dieses Gebäude viele verschiedene Gesichter hat

 

 

 

 

Und nun kommt mein Lieblingsfoto des Shootings vom Shell Haus. Der Blick von unten entlang der Fassade in Richtung Himmel erinnert mich an den Titel “Stairway To Heaven”…
Aus diesem Blickwinkel sieht man all die Eleganz der Wellenformen, die sich konsequent  wie Stufen nach oben ziehen. Fensterbänder und Fassadenabdeckung wirken wie geflochtene Textilien. Im Kontrast zum Haus habe ich den Himmel bzw. die Wolken bewusst verschwommen und diffus gewählt.
Anstatt jetzt noch viele Worte darüber zu verlieren: Schaut es Euch selbst an und macht Euch Euer eigenes Bild.

Shell Haus Berlin als fine art Bild in schwarz weiss

So, das war mein erster Beitrag über meine Fine Art Fotografie. Ich hoffe, Dir hat der Beitrag gefallen und viel mehr hoffe ich, dass Dir meine Fine Art Bilder zusagen oder ich Dein Interesse daran geweckt habe. Bald folgt der nächste Beitrag – in diesem geht’s dann um das Tempodrom Berlin.

Bis dahin – bleibt gesund und tretet Corona in den Allerwertesten!
Euer Tobi